Weltweit wurden 2025 laut dem Marktforscher IDC rund 1,26 Milliarden Smartphones ausgeliefert. Den größten Teil davon teilen sich eine Handvoll Hersteller: Apple und Samsung kommen zusammen auf fast 40 Prozent, dahinter folgen chinesische Anbieter wie Xiaomi, vivo und Oppo. Viele Namen, die früher die Handyregale füllten – Siemens, Ericsson, LG, BlackBerry – bauen dagegen keine Handys mehr. Diese Übersicht zeigt, welche Handyhersteller heute wichtig sind, welche Modellreihen sie anbieten, was aus den alten Marken geworden ist und welcher Hersteller zu dir passt.
Die größten Smartphone-Hersteller der Welt
Nach Zahlen des Marktforschers Counterpoint Research lag Apple 2025 nach verkauften Geräten knapp vor Samsung. Die Anteile im Gesamtjahr 2025:
| Platz | Hersteller | Herkunft | Marktanteil 2025 |
|---|---|---|---|
| 1 | Apple | USA | 20 % |
| 2 | Samsung | Südkorea | 19 % |
| 3 | Xiaomi | China | 13 % |
| 4 | vivo | China | 8 % |
| 4 | Oppo | China | 8 % |
Andere Marktforscher wie IDC kommen je nach Zählweise zu leicht abweichenden Werten, die Reihenfolge an der Spitze ist aber ähnlich. Zusammen mit vivo und Oppo teilen sich die fünf größten Hersteller rund zwei Drittel des Weltmarkts.
Die wichtigsten Handyhersteller in Deutschland
Apple
Apple aus dem kalifornischen Cupertino baut das iPhone mit dem eigenen Betriebssystem iOS. Im September 2025 erschienen iPhone 17, iPhone Air, iPhone 17 Pro und 17 Pro Max. Im September 2026 stellte Apple das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max und sein erstes faltbares iPhone vor. Stärken: lange Update-Versorgung, hoher Wiederverkaufswert und enges Zusammenspiel mit Mac, iPad und Apple Watch.
Samsung
Der südkoreanische Konzern ist der größte Android-Hersteller. Die Oberklasse bilden die Galaxy-S26-Reihe (seit März 2026) und die faltbaren Galaxy Z Fold8 und Z Flip8 (seit Juli 2026), die Mittelklasse die Galaxy-A-Reihe. Für die Oberklasse verspricht Samsung bis zu sieben Jahre Updates. Mehr im Beitrag über Samsung-Handys.
Google entwickelt Android und baut mit der Pixel-Reihe eigene Smartphones. Am 12. August 2026 stellte Google die Pixel-11-Serie vor: Pixel 11, Pixel 11 Pro, Pixel 11 Pro XL und das faltbare Pixel 11 Pro Fold, alle mit dem hauseigenen Chip Tensor G6. Pixel-Smartphones bekommen neue Android-Versionen zuerst und bis zu sieben Jahre Updates. Günstiger ist die a-Reihe.
Xiaomi
Xiaomi aus Peking ist die Nummer drei weltweit und verkauft Smartphones unter drei Marken: Xiaomi für die Oberklasse, Redmi für die günstige Mittelklasse und Poco für technikstarke Modelle zum niedrigen Preis. Das Xiaomi 17 Ultra kam Ende Februar 2026 nach Europa, mit Kameras in Zusammenarbeit mit Leica und ab 1.499 Euro.
Motorola
Der Handy-Erfinder aus den USA gehört seit 2014 zum chinesischen Konzern Lenovo. Die Reihen: moto g für günstige Alltagshandys, edge für die Mittel- und Oberklasse und razr für Klapp-Smartphones, aktuell razr 70 und razr 70 ultra. Mehr im Beitrag über Motorola-Handys.
OnePlus
Die Marke aus Shenzhen gehört zum selben Firmenverbund wie Oppo. Das OnePlus 15 kam im November 2025 für 949 Euro nach Deutschland. OnePlus steht für schnelles Laden, flüssige Software und vergleichsweise günstige Oberklasse.
Nothing
Das Londoner Unternehmen von OnePlus-Mitgründer Carl Pei fällt mit transparenten Rückseiten und der „Glyph“-Beleuchtung auf. 2026 bringt Nothing kein Phone (4), sondern das Phone (4a) ab 349 Euro und das Phone (4a) Pro ab 479 Euro. Die Software ist ein aufgeräumtes Android ohne viele Zusatz-Apps.
Fairphone
Das Unternehmen aus Amsterdam baut Smartphones, die sich mit einem einfachen Schraubendreher selbst reparieren lassen. Akku, Display, Kamera und weitere Teile gibt es einzeln im Shop. Das Fairphone 6 kam am 25. Juni 2025 auf den Markt, zu einer Preisempfehlung von 599 Euro. Fairphone achtet zudem auf fair gehandelte Rohstoffe und verspricht besonders lange Software-Unterstützung.
HMD
Das finnische Unternehmen aus Espoo hat ab 2017 Nokia-Smartphones gebaut. Seit 2024 erscheinen neue Smartphones unter dem eigenen Namen HMD, etwa das HMD Skyline. Unter der Marke Nokia verkauft HMD weiterhin einfache Tastenhandys mit 4G. Mehr im Beitrag über Nokia-Handys.
Sony
Sony baut mit der Xperia-Reihe Smartphones für Fotografen und Musikfans, mit Kopfhörerbuchse und microSD-Slot. Aktuell sind das Xperia 1 VIII (ab 1.499 Euro) und das Xperia 10 VIII (599 Euro). Mehr im Beitrag über Sony-Handys.
Weitere Marken
- Oppo und vivo: Chinesische Hersteller, weltweit unter den Top 5. Oppo ist in Deutschland mit der Find- und Reno-Reihe vertreten.
- Honor: Früher eine Marke von Huawei, seit 2020 eigenständig und mit Google-Diensten.
- Huawei: Wegen US-Sanktionen seit 2019 ohne Google-Dienste wie Play Store und Gmail, in Deutschland deshalb kaum noch gefragt.
- Transsion: Mit den Marken Tecno, Infinix und itel einer der größten Hersteller der Welt, vor allem in Afrika und Südasien.
Kurze Geschichte der Handyhersteller
- 1973: Motorola-Ingenieur Martin Cooper telefoniert mit dem ersten tragbaren Mobiltelefon. Zehn Jahre später kommt das DynaTAC 8000X in den Handel.
- 1992: Nokia stellt mit dem 1011 eines der ersten Seriengeräte für das neue GSM-Netz vor. In Deutschland starten die D-Netze.
- 1994: Der IBM Simon kommt in den USA auf den Markt. Mit Touchscreen, Kalender und E-Mail gilt er als erstes Smartphone.
- 1995: Das Siemens S3 gehört zu den ersten Handys, mit denen sich SMS schreiben und versenden lassen.
- 1998: Nokia löst Motorola als größten Handyhersteller ab und bleibt es bis 2012.
- 2001: Sony und Ericsson gründen das Gemeinschaftsunternehmen Sony Ericsson.
- 2004: Das Motorola RAZR V3 wird mit über 130 Millionen Exemplaren zum Kult-Klapphandy.
- 2007: Apple stellt das erste iPhone vor und verändert den Markt.
- 2008: Das erste Android-Smartphone, das T-Mobile G1 von HTC, kommt auf den Markt.
- 2012: Samsung überholt Nokia und wird zum größten Handyhersteller.
- 2025: Apple liegt nach Stückzahlen wieder knapp vor Samsung.
Was aus den alten Handymarken geworden ist
| Marke | Ende der Handys | Was heute daraus geworden ist |
|---|---|---|
| Siemens | 2005 Verkauf an BenQ, 2006 Insolvenz | Siemens baut Industrie- und Zugtechnik, keine Handys |
| Ericsson | 2001 Sony Ericsson, 2012 Ausstieg | Netzausrüster für 4G und 5G |
| Sony Ericsson | 2012 von Sony übernommen | Weitergeführt als Sony Xperia |
| Nokia | 2014 Verkauf an Microsoft | Netzausrüster; Marke für Tastenhandys bei HMD |
| LG | Juli 2021 Ausstieg | Fernseher, Hausgeräte, Autotechnik |
| Sharp | Kein Vertrieb mehr in Deutschland | Aquos-Smartphones für Japan und Asien, gehört zu Foxconn |
| BlackBerry | 2016 Ende eigener Geräte, Anfang 2022 Abschaltung der alten Dienste | Software für IT-Sicherheit |
Welcher Handyhersteller passt zu dir?
- Du nutzt Mac, iPad oder Apple Watch: Apple. Die Geräte arbeiten über AirDrop, iCloud und Handoff eng zusammen.
- Du willst Android mit möglichst vielen Jahren Updates: Samsung Galaxy S oder Google Pixel, beide mit bis zu sieben Jahren Updates.
- Du willst viel Technik für wenig Geld: Xiaomi, Redmi und Poco, Motorola moto g oder OnePlus.
- Du magst auffälliges Design und schlichte Software: Nothing.
- Dir sind Nachhaltigkeit und Reparierbarkeit wichtig: Fairphone.
- Du fotografierst gern manuell und nutzt Kabelkopfhörer: Sony Xperia.
- Du willst nur telefonieren und SMS schreiben: ein Tastenhandy mit 4G, etwa von HMD unter der Marke Nokia.
Vier Tipps für jeden Handykauf
- Update-Zusage prüfen: Die Hersteller nennen auf ihren Produktseiten, wie lange ein Modell Sicherheitsupdates bekommt. Ein Handy ohne Updates wird zum Sicherheitsrisiko.
- Auf 4G und 5G achten: Telekom, Vodafone und O2 wollen ihre 2G-Netze bis Ende 2028 abschalten. Kauf kein reines 2G-Handy mehr. Bei Importgeräten auf LTE Band 20 achten, sonst ist der Empfang auf dem Land schlecht.
- Service in Deutschland: Bei großen Marken gibt es Reparaturpartner und Ersatzteile vor Ort. Bei Importgeräten musst du im Garantiefall oft ins Ausland schicken.
- Vorjahresmodell erwägen: Ein Smartphone aus dem Vorjahr kostet oft deutlich weniger, bekommt dank langer Update-Zusagen aber noch viele Jahre Updates.
Häufige Fragen
Wer ist der größte Handyhersteller der Welt?
Nach Counterpoint Research lag 2025 Apple mit 20 Prozent Marktanteil knapp vor Samsung mit 19 Prozent. Dahinter folgten Xiaomi, vivo und Oppo.
Welche Handyhersteller kommen aus Deutschland?
Große deutsche Handyhersteller gibt es nicht mehr. Siemens verkaufte seine Handysparte 2005 an BenQ, die 2006 Insolvenz anmelden musste. Gigaset baute bis 2023 Smartphones in Bocholt, hat die Fertigung nach der Übernahme durch VTech aber eingestellt.
Welche Hersteller liefern die längsten Updates?
Samsung (Galaxy S und Z) und Google (Pixel) versprechen bis zu sieben Jahre Android- und Sicherheitsupdates. Auch Apple versorgt iPhones viele Jahre mit Updates. Fairphone setzt ebenfalls auf besonders lange Software-Unterstützung.
Gibt es noch Nokia-Handys?
Ja, aber nur noch als Tastenhandys, die HMD unter Lizenz verkauft. Neue Smartphones bringt HMD unter eigenem Namen heraus.
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