LTE ist ein Mobilfunkstandard, der die Brücke zwischen der 3. und 4. Generation schlägt.
LTE ist die Abkürzung für Long Term Evolution und wird häufig auch fälschlicherweise als Mobilfunk der 4. Generation (4G) bezeichnet, was jedoch nur bedingt stimmt. Denn der eigentliche LTE Standard erfüllt nicht alle Bestimmungen für die 4. Generation und ist daher eigentlich nur die 3,9. Generation. Erst die erweiterte LTE Version (LTE Advanced) fällt unter 4G (dieses wird in Deutschland vorraussichtlich in der 2. Hälfte des Jahres 2011 umgesetzt).
Der Urvater von LTE wurde von Nortel Networks unter der Bezeichnung HSOPA (High Speed OFDM Packet Access) vorgestellt. LTE an sich bietet einen weiteren Geschwindigkeitsschub im Gegensatz zu UMTS, mit dem auch VoIP, Videotelefonie bis hin zu Online Games mobil möglich wird.
Das Unternehmen Vodafone bietet als erster deutscher Mobilfunk-Betreiber bereits seit Dezember 2010 die ersten LTE Packete für Endkunden an, wobei der Aus-/Umbau der Funknetze im vollen Gange ist. LTE basiert im Gegensatz zu UMTS auf die vorhandene Infrastruktur, somit ist die Umrüstung auch wesentlich einfacher und kostengünstiger zu realisieren. Selbst die Lizenzen sind erheblich günstiger gewesen als die von UMTS. Im Jahre 2000 hatten die Mobilfunkanbieter noch insgesamt ca. 50 Milliarden Euro für die UMTS Lizenzen bezahlt, während im Jahre 2010 für LTE Lizenzen nur noch ca. 5 Milliarden den Besitzer gewechselt haben.
Mit LTE soll eine Downstream-Datenrate von ca. 100 Mbit/s möglich werden, im Vergleich: UMTS schafft bis zu 14,4 Mbit/s. Dank dem neuen Mobilfunkstandard gibt es auch erstmalig eine echte Alternative zu Festnetzverbindungen wie z.B. DSL. Frei nach dem Motto: “Die Letzten werden die Ersten sein”, können sich besonders Menschen in ländlichen Gegenden auf den neuen Standard freuen, denn die Mobilfunkanbieter haben sich vorgenommen zu erst die schlecht oder gar nicht (mit Mobilfunk) versorgten Gegenden auszurüsten mit dem neuen LTE, bevor es in die Ballungsgebiete geht.
