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Sim Karten Größenvergleich

Die erste SIM-Karte hatte das Format einer Scheckkarte. Seitdem ist sie immer weiter geschrumpft – über Mini-, Micro- und Nano-SIM bis zur eSIM, die fest im Handy verlötet ist, und der …

Verschieden große SIM-Karten: Mini, Micro, Nano

Die erste SIM-Karte hatte das Format einer Scheckkarte. Seitdem ist sie immer weiter geschrumpft – über Mini-, Micro- und Nano-SIM bis zur eSIM, die fest im Handy verlötet ist, und der iSIM, die direkt im Prozessor steckt. Hier findest du alle Formate mit Maßen im Vergleich und erfährst, welche Karte du für dein Handy brauchst.

SIM-Karten-Größen im Vergleich

Alle SIM-Formate im Überblick

Bezeichnung Formfaktor Standard Eingeführt Länge Breite Dicke
Standard-SIM (Full-size) 1FF ISO/IEC 7810, ID-1 1991 85,60 mm 53,98 mm 0,76 mm
Mini-SIM 2FF ISO/IEC 7810, ID-000 1996 25,00 mm 15,00 mm 0,76 mm
Micro-SIM 3FF ETSI TS 102 221 (Mini-UICC) 2003, im Handel ab 2010 15,00 mm 12,00 mm 0,76 mm
Nano-SIM 4FF ETSI TS 102 221 V11 2012 12,30 mm 8,80 mm 0,67 mm
eSIM (Embedded SIM) MFF2 GSMA-Spezifikation, Gehäuse nach JEDEC 2016 (Smartphones ab 2017) 6,00 mm 5,00 mm unter 1 mm
iSIM (Integrated SIM) – GSMA-Spezifikation ab 2021 Teil des Prozessors, keine eigene Bauform

Die Bezeichnungen 1FF bis 4FF stehen für „Form Factor“, also Bauform. 3FF bedeutet „Third Form Factor“ – die dritte Generation, die Micro-SIM. Der eigentliche Chip mit seinen Kontaktflächen ist bei allen Plastikkarten gleich groß, geschrumpft ist nur der Rand drumherum. Nur die Nano-SIM ist zusätzlich dünner.

Von der Scheckkarte zur Nano-SIM

Standard-SIM (1FF)

Die ersten GSM-Handys Anfang der 1990er-Jahre nahmen Karten im Scheckkartenformat auf – so groß wie eine Bankkarte. Vor allem Autotelefone und die ersten tragbaren GSM-Geräte hatten dafür einen breiten Kartenschlitz.

Mini-SIM (2FF)

Mit kleineren Handys setzte sich ab Mitte der 1990er-Jahre die Mini-SIM durch. Anbieter lieferten sie lange als Scheckkarte mit vorgestanzter Mini-SIM zum Herausbrechen. Bis etwa 2010 steckte sie in fast allen Handys.

Micro-SIM (3FF)

Das Format war schon 2003 von der ETSI standardisiert, genutzt hat es aber lange niemand. Das änderte Apple 2010: Das erste iPad mit Mobilfunk und kurz darauf das iPhone 4 brauchten eine Micro-SIM. Den Namen „Micro-SIM“ hat vor allem Apples Marketing geprägt, offiziell hieß sie Mini-UICC. Samsung Galaxy S3 und S4 sowie viele Geräte bis etwa 2014 nutzten das Format.

Nano-SIM (4FF)

Für das iPhone 5 führte Apple 2012 die Nano-SIM ein. Bei der ETSI hatten Apple und Nokia konkurrierende Vorschläge eingereicht, Apples Entwurf setzte sich durch. Seit etwa 2014 ist die Nano-SIM Standard bei praktisch allen neuen Smartphones – vom iPhone über Samsung Galaxy bis zu Google Pixel.

Die eSIM: keine Karte mehr

Die eSIM ist ein fest verlöteter Chip im Format MFF2, etwa 6 × 5 Millimeter groß. Statt eine Karte einzulegen, lädst du das Profil deines Anbieters per QR-Code oder App herunter. Das erste Smartphone mit eSIM war 2017 das Google Pixel 2, Apple folgte 2018 mit dem iPhone XS. Heute bieten Telekom, Vodafone, O2, 1&1 und viele Discounter eSIMs an.

Apple treibt die Umstellung voran: Das iPhone Air von 2025 hat weltweit keinen SIM-Schacht mehr. Die iPhone-17-Modelle sind in den USA und einigen anderen Ländern nur noch mit eSIM erhältlich, in Deutschland haben sie weiterhin einen Nano-SIM-Schacht.

  • Vorteile: Du musst keine Karte per Post abwarten, kannst mehrere Profile speichern und zwischen ihnen wechseln, etwa für eine Reise-eSIM. Der Chip kann nicht herausfallen oder verloren gehen, und ein gestohlenes Handy lässt sich nicht durch Entnehmen der Karte vom Netz trennen.
  • Nachteile: Beim Handywechsel musst du das Profil übertragen. Ist das Gerät defekt, brauchst du ein neues Profil vom Anbieter, manche verlangen dafür eine Gebühr. Einfach mal die Karte ins Zweithandy stecken geht nicht.

Mehr dazu, wie du eSIM und Nano-SIM kombinierst, liest du im Artikel über Dual-SIM-Handys.

Die iSIM: die SIM im Prozessor

Bei der iSIM ist die SIM-Funktion kein eigener Chip mehr, sondern ein abgeschotteter Bereich im Hauptprozessor (System on a Chip). Das spart Platz auf der Platine und etwas Strom. Die GSMA hat das Verfahren standardisiert, Qualcomm unterstützt es seit dem Snapdragon 8 Gen 2. Verbreitet ist die iSIM bisher vor allem in kleinen vernetzten Geräten wie Sensoren und Trackern, in Smartphones spielt sie noch kaum eine Rolle. Für dich würde sie sich genauso verhalten wie eine eSIM: Du lädst ein Profil herunter.

Welche SIM-Karte brauchst du?

Für jedes Smartphone der letzten zehn Jahre brauchst du eine Nano-SIM oder eine eSIM. Physische Karten verschicken die Anbieter heute fast immer als Triple-Cut-Karte (auch Multi-SIM-Karte genannt): Aus dem Kartenträger brichst du je nach Handy die Mini-, Micro- oder Nano-SIM heraus.

  1. Schau in die technischen Daten deines Handys oder auf den Kartenschlitten – dort steht das Format.
  2. Brich die Karte vorsichtig an der passenden Stanzung heraus, ohne die Kontaktfläche zu verbiegen.
  3. Leg die Karte mit den goldenen Kontakten nach unten in den Schlitten. Die abgeschrägte Ecke zeigt dir die richtige Richtung.
  4. Hast du ein älteres Gerät mit größerem Schacht, nutzt du die Adapterrahmen, die viele Anbieter mitschicken.

SIM-Karte selbst zuschneiden?

Aus einer Mini-SIM lässt sich mit einer Schablone eine Micro-SIM schneiden, weil der Chip in beiden gleich groß ist. Für den Schritt zur Nano-SIM muss zusätzlich Plastik von der Rückseite abgeschliffen werden – das ist riskant. Da die Anbieter heute kostenlos Triple-Cut-Karten oder eSIMs liefern, lohnt sich das Schneiden kaum noch. Wer es trotzdem probieren will, findet hier unsere Micro-SIM-Schablone zum Download. Eine zerschnittene Karte ersetzt dir der Anbieter meist nur gegen Gebühr.

SIM-Karte verloren oder defekt: so gehst du vor

  1. Sperren lassen: Bei Verlust oder Diebstahl lässt du die Karte sofort beim Anbieter sperren – über die Hotline, die App oder den Sperr-Notruf 116 116. So kann niemand auf deine Kosten telefonieren oder SMS-Codes für dein Online-Banking abfangen.
  2. Ersatz bestellen: Der Anbieter schickt dir eine neue Karte mit derselben Rufnummer oder stellt ein eSIM-Profil bereit. Die eSIM ist oft innerhalb von Minuten aktiv, eine Plastikkarte braucht einige Tage.
  3. Neue PIN merken: Die Ersatzkarte hat eine neue PIN und PUK. Bewahre den Brief mit der PUK sicher auf – nach dreimal falscher PIN brauchst du sie zum Entsperren.
  4. Dienste prüfen: Prüfe danach, ob WhatsApp, Signal und Zwei-Faktor-Anmeldungen wieder funktionieren. Meist reicht eine neue Bestätigung per SMS.

Funktioniert eine Karte plötzlich nicht mehr, reinige die Kontakte vorsichtig mit einem trockenen, fusselfreien Tuch und teste sie in einem anderen Handy. Bleibt sie stumm, ist ein Kartentausch fällig.

Häufige Fragen

Welche SIM-Größe hat das iPhone?

Alle iPhones seit dem iPhone 5 nutzen die Nano-SIM, seit dem iPhone XS zusätzlich eine eSIM. Das iPhone Air funktioniert nur mit eSIM.

Kann ich eine Nano-SIM in ein Handy mit Micro-SIM-Schacht stecken?

Ja, mit einem Adapterrahmen. Achte darauf, dass die Karte fest sitzt, sonst kann sie sich im Schacht verhaken.

Kann ich meine Karte in eine eSIM umwandeln?

Ja. Fast alle Anbieter tauschen die Karte gegen ein eSIM-Profil, teils kostenlos in der App, teils gegen eine einmalige Gebühr. Deine Rufnummer bleibt gleich.

Warum ist die Nano-SIM dünner als die anderen Karten?

Mit 0,67 statt 0,76 Millimetern spart sie Bauhöhe im Handy. Deshalb lässt sich eine Micro-SIM auch nicht einfach durch Zuschneiden in eine passende Nano-SIM verwandeln.

Wird die Nano-SIM verschwinden?

Langfristig wahrscheinlich. Mit dem iPhone Air gibt es bereits ein Smartphone ohne Kartenschacht, in Europa haben aber die meisten Geräte noch einen Nano-SIM-Platz.

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