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Android Versionen Vergleich

Von Android 1.0 im Jahr 2008 bis Android 17 im Juni 2026: Diese Übersicht zeigt alle Hauptversionen von Googles Betriebssystem mit Codename, Erscheinungsdatum, API-Level und den wichtig …

Android Versionen Vergleich

Von Android 1.0 im Jahr 2008 bis Android 17 im Juni 2026: Diese Übersicht zeigt alle Hauptversionen von Googles Betriebssystem mit Codename, Erscheinungsdatum, API-Level und den wichtigsten Neuerungen. Grundlagen zum System findest du im Artikel über Google Android.

Alle Android-Versionen im Überblick

Die wichtigsten Eckdaten der Android-Versionen auf einen Blick
Version Codename Erschienen API-Level Wichtige Neuerungen
1.0 – 23.09.2008 1 erste Version mit dem HTC Dream (T-Mobile G1): Android Market, Gmail, Google Maps, Webbrowser, Benachrichtigungsleiste
1.1 – 09.02.2009 2 Fehlerkorrekturen, Anhänge in Nachrichten speichern
1.5 Cupcake 27.04.2009 3 Bildschirmtastatur mit Wortvorschlägen, Videoaufnahme, Widgets, Bluetooth-Stereo (A2DP)
1.6 Donut 15.09.2009 4 Unterstützung verschiedener Bildschirmauflösungen, Schnellsuche, Sprachausgabe (Text-to-Speech)
2.0–2.1 Eclair 26.10.2009 5–7 Google-Maps-Navigation, mehrere Konten, Exchange-Unterstützung, Live-Hintergründe, Kamerablitz
2.2 Froyo 20.05.2010 8 deutlich schneller durch JIT-Compiler, WLAN-Hotspot, Apps auf SD-Karte, Adobe Flash
2.3 Gingerbread 06.12.2010 9–10 NFC, Unterstützung für Frontkamera, Download-Manager, Internet-Telefonie (SIP)
3.0–3.2 Honeycomb 22.02.2011 11–13 reine Tablet-Version mit Bildschirmtasten und Mehrkern-Unterstützung
4.0 Ice Cream Sandwich 18.10.2011 14–15 einheitliches System für Smartphone und Tablet, Design „Holo“, Entsperren per Gesicht, Android Beam
4.1–4.3 Jelly Bean 09.07.2012 16–18 „Project Butter“ für flüssige Animationen, Google Now, mehrere Nutzer auf Tablets, OpenGL ES 3.0
4.4 KitKat 31.10.2013 19–20 läuft schon ab 512 MB RAM, „OK Google“, Vollbildmodus, Druckfunktion
5.0–5.1 Lollipop 12.11.2014 21–22 Material Design, neue Laufzeit ART statt Dalvik, 64-Bit, Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm
6.0 Marshmallow 05.10.2015 23 Berechtigungen einzeln zur Laufzeit, Fingerabdruck-Unterstützung, Energiesparmodus Doze
7.0–7.1 Nougat 22.08.2016 24–25 geteilter Bildschirm, direkt aus Benachrichtigungen antworten, nahtlose Updates im Hintergrund
8.0–8.1 Oreo 21.08.2017 26–27 Project Treble für schnellere Updates, Bild-in-Bild, Benachrichtigungskanäle, Autofill
9 Pie 06.08.2018 28 Gestensteuerung (erste Stufe), adaptiver Akku, Digital Wellbeing
10 (Quince Tart) 03.09.2019 29 Vollständige Gestensteuerung, Dunkelmodus, Standortfreigabe nur bei Nutzung, Google Play-Systemupdates
11 (Red Velvet Cake) 08.09.2020 30 Chat-Blasen, Unterhaltungen in Benachrichtigungen, einmalige Berechtigungen, Bildschirmaufnahme
12 (Snow Cone) 04.10.2021 31–32 Material You mit Farben aus dem Hintergrundbild, Datenschutz-Dashboard, Kamera- und Mikrofon-Schalter
13 (Tiramisu) 15.08.2022 33 Sprache pro App, Erlaubnis für Benachrichtigungen, Zwischenablage wird automatisch geleert
14 (Upside Down Cake) 04.10.2023 34 anpassbarer Sperrbildschirm, Zugriff nur auf ausgewählte Fotos, größere Schrift bis 200 Prozent
15 (Vanilla Ice Cream) 15.10.2024 35 Vertraulicher Bereich für versteckte Apps, Diebstahlschutz, Unterstützung für Satelliten-Nachrichten
16 (Baklava) 10.06.2025 36 erstmals im Juni, Live-Updates für Lieferungen und Fahrten, erweiterter Schutz (Advanced Protection), Unterstützung für Auracast-Hörgeräte
17 (Cinnamon Bun) 16.06.2026 37 App Bubbles als schwebende App-Fenster, Aufnahme von Bildschirm und Frontkamera gleichzeitig, KI-Funktionen mit Gemini

Die Daten beziehen sich auf die Veröffentlichung durch Google. Auf Geräten anderer Hersteller kam die jeweilige Version meist Wochen bis Monate später an. Codenamen in Klammern verwendet Google nur noch intern.

Die Süßspeisen-Codenamen

Von Android 1.5 bis 9 trug jede Version einen öffentlichen Namen aus der Welt der Nachspeisen – in alphabetischer Reihenfolge: Cupcake, Donut, Eclair, Froyo, Gingerbread, Honeycomb, Ice Cream Sandwich, Jelly Bean, KitKat, Lollipop, Marshmallow, Nougat, Oreo und Pie. Bei KitKat und Oreo kooperierte Google mit den Markeninhabern Nestlé und Mondelēz.

Seit Android 10 vermarktet Google die Versionen nur noch mit Nummern, weil die englischen Namen in vielen Sprachen schwer auszusprechen oder nicht verständlich waren. Intern gibt es die Codenamen weiter, sie tauchen im Quellcode auf: Quince Tart (10), Red Velvet Cake (11), Snow Cone (12), Tiramisu (13), Upside Down Cake (14), Vanilla Ice Cream (15), Baklava (16) und Cinnamon Bun (17).

Für viele Versionen stellte Google eine große Figur des grünen Roboters mit der jeweiligen Süßspeise auf dem Firmengelände in Mountain View auf – ein beliebtes Fotomotiv für Besucher.

Was bedeutet das API-Level?

Das API-Level ist die Nummer der Programmierschnittstelle, die eine Android-Version für Apps bereitstellt. Jede Version hat ein eigenes Level; Android 17 etwa hat API-Level 37. Entwickler legen für ihre App zwei Werte fest:

  • Mindest-API-Level: die älteste Android-Version, auf der die App noch installiert werden kann. Ist dein Handy älter, zeigt der Play Store die App gar nicht erst an oder meldet „Nicht mit deinem Gerät kompatibel“.
  • Ziel-API-Level: die Version, für die die App optimiert ist. Erst dann gelten für sie die neuen Datenschutz- und Sicherheitsregeln dieser Version.

Google Play verlangt jedes Jahr, dass neue Apps und Updates ein aktuelles Ziel-API-Level haben. So sorgt Google dafür, dass Apps die neuen Schutzfunktionen nicht umgehen.

Die wichtigsten Meilensteine

Android 4.0: ein System für alle Geräte

Honeycomb lief nur auf Tablets, Gingerbread nur auf Smartphones. Ice Cream Sandwich führte beide Zweige zusammen und brachte mit „Holo“ ein einheitliches Design.

Android 5.0: Material Design und ART

Lollipop brachte die bis heute verwendete Designsprache Material Design mit Karten, Schatten und Animationen. Die neue Laufzeitumgebung ART übersetzt Apps schon bei der Installation und machte sie deutlich schneller.

Android 6.0: Kontrolle über Berechtigungen

Vorher musstest du bei der Installation alle Berechtigungen auf einmal akzeptieren. Seit Marshmallow fragt eine App erst dann, wenn sie Kamera, Standort oder Kontakte tatsächlich braucht, und du kannst einzelne Rechte ablehnen.

Android 8.0: Project Treble

Treble trennt die Hersteller-Treiber vom eigentlichen Android. Hersteller können neue Versionen dadurch schneller anpassen – eine Grundlage für die heute langen Update-Zusagen.

Android 12: Material You

Das System übernimmt Farben aus deinem Hintergrundbild für Schalter, Menüs und App-Symbole. Dazu kamen das Datenschutz-Dashboard und Anzeigen, wenn eine App Kamera oder Mikrofon nutzt.

Android 16 und 17: neuer Rhythmus

Seit 2025 erscheinen große Versionen im Juni statt im Herbst. So können neue Smartphones, die im Herbst und Winter auf den Markt kommen, schon mit der aktuellen Version starten. Android 17 erweitert das Multitasking mit schwebenden App-Fenstern.

So findest du deine Android-Version

  1. Öffne die Einstellungen.
  2. Tippe auf „Über das Telefon“ (bei Samsung ganz unten, bei Pixel ebenfalls ganz unten).
  3. Unter „Android-Version“ siehst du die Versionsnummer und den Stand des Sicherheitspatches.

Tippst du dort mehrmals schnell auf die Versionsnummer, erscheint das Oster-Ei der jeweiligen Version – ein kleines Spiel oder eine Animation, die Google seit Android 2.3 in jede Version einbaut.

Wie lange bekommt eine Android-Version Updates?

Google selbst pflegt eine Android-Version im Quellcode etwa drei bis vier Jahre mit Sicherheitskorrekturen. Wie lange dein Handy Updates bekommt, entscheidet aber der Hersteller. Die Zusagen sind in den letzten Jahren stark gewachsen:

  • Google Pixel: sieben Jahre Android- und Sicherheitsupdates ab dem Pixel 8.
  • Samsung: sieben Jahre für die Galaxy-S-Reihe ab dem Galaxy S24 sowie für die faltbaren Galaxy-Z-Modelle; günstigere A-Modelle bekommen je nach Modell vier bis sechs Jahre.
  • EU-Vorgabe: Seit dem 20. Juni 2025 müssen neu auf den Markt gebrachte Smartphones in der EU mindestens fünf Jahre lang Updates erhalten, gerechnet ab dem Verkaufsende des Modells.

Vor dem Kauf lohnt deshalb ein Blick auf die Update-Zusage des Herstellers. Sie ist oft wichtiger für die Nutzungsdauer als ein paar Megapixel mehr bei der Kamera.

Häufige Fragen

Welche Android-Version ist die neueste?

Android 17, veröffentlicht am 16. Juni 2026, zuerst für Pixel-Smartphones ab dem Pixel 6.

Warum hat Android keine Süßspeisen-Namen mehr?

Seit Android 10 nutzt Google nur noch Zahlen, weil sie weltweit verständlich sind. Die Namen existieren nur noch intern.

Welche Android-Version ist noch sicher?

Sicher ist jede Version, die noch monatliche Sicherheitspatches bekommt. Liegt der Patch-Stand auf deinem Handy mehr als ein paar Monate zurück und kommt nichts mehr nach, solltest du über ein neues Gerät nachdenken.

Kann ich mein Handy auf eine neuere Version bringen?

Offiziell nur, wenn der Hersteller ein Update liefert. Alternativen wie LineageOS gibt es für viele Geräte, sie erfordern aber technisches Wissen und einen entsperrten Bootloader.

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